Ayurveda und Ernährung

Der Mensch ist, was er isst”

(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, Mitte des 19. Jahrhunderts)

Gewürze

Gesundheit bezieht sich im Ayurveda nicht nur auf die rein körperliche Gesundheit, sondern schließt Geist und Seele mit ein. Gesundheit basiert laut Ayurveda hauptsächlich auf der Ernährung. Wer sich richtig ernährt, so heißt es, braucht keine Medikamente.

 

5 Elemente und 3 doshas

 

Im Ayurveda gehen wir davon aus, dass der Mensch ein Abbild des Universums ist: wie dieses besteht er aus den 5 Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Wenn ein Element fehlen würde, wäre Leben nicht möglich. Wie diese Elemente im jeweiligen Individuum zum Ausdruck kommen, wird durch die 3 doshas vata, pitta und kapha repräsentiert.

In jedem Menschen sind alle 3 doshas wirksam – lediglich das Mengenverhältnis untereinander und die Qualität sind unterschiedlich. Es gibt kein besseres oder schlechteres dosha – und auch keine bessere oder schlechtere Mischung. Solange diese individuelle Zusammensetzung stimmig, ist der Mensch gesund.

In welchem Maß vata, pitta und kapha in einem Menschen zusammengesetzt sind, ist durch Genetik und Lebensstil der Eltern zum Zeitpunkt der Empfängnis und der Geburt bestimmt. Daraus entsteht eine einzigartige Mischung: das prakriti, unsere Grundkonstitution. Durch Ernährungsverhalten, Lebensstil, Alter und Umwelteinflüsse können sich die doshas der Grundkonstitution verändern – wir sprechen dann vom vikriti, der aktuellen Erscheinung der doshas.

Da auch alle Nahrungsmittel, Gewürze und Pflanzen aus den 5 Basiselementen bestehen, ist es möglich, durch Ernährung das vikriti positiv zu beeinflussen, um den ursprünglichen individuellen Zustand – die individuelle Balance – wieder herzustellen. Es ist wichtig, zu wissen, dass „Balance“ in diesem Fall nicht bedeutet, dass alle drei doshas in gleichem Maß im Körper repräsentiert sein sollen – vielmehr bezeichnet „Balance“ den Zustand, der bei Geburt unser idealer Zustand, das prakriti, gewesen ist.

Mit Hilfe passender, stimmiger Ernährung können wir präventiv dafür sorgen, gesund zu bleiben – oder einen Mangel oder ein Zuviel eines doshas ausgleichen.

 

Typgerechte Ernährung

 

Ein Nahrungsmittel an sich ist nicht problematisch oder schlecht. Ungünstig kann lediglich seine Wirkung auf den individuellen Organismus sein, wenn dadurch ein bereits vorhandenes Problem verstärkt wird (zum Beispiel pitta-reiche Nahrungsmittel bei Sodbrennen oder Entzündungsprozessen).

Nahrungsmittel steigern ein dosha – oder gleichen es aus. Durch die Bildhaftigkeit der fünf Elemente kann man sich bei vielen Nahrungsmitteln gut vorstellen, wie sie auf den Körper wirken. Süßes Wurzelgemüse hat zum Beispiel durch seine Nähe zum Element Erde eine „erdende“ Wirkung – während Hülsenfrüchte Winde erzeugen und eine eher trocknende, luftige Wirkung haben.

 

Vata ist die Energie der Bewegung: wir brauchen vata, damit sich Nährstoffe zu Zellen bewegen, damit Luft in die Lungen kommt, das Blut in den Adern strömt und der Mensch sich selbst bewegt. Auf geistiger Ebene hilft es zu Flexibilität und Kreativität.

Ausgleichend auf vata wirken süße Früchte, gekochtes Wurzelgemüse, Reis, Weizen, Milchprodukte (nicht kalt!) oder Nüsse – während viele Hülsenfrüchte oder Trockenobst vata erhöhen können.

 

Pitta ist die Energie der Umwandlung: pitta ermöglicht es, aus Nahrung Nährstoffe zu gewinnen, aus Licht einen Sehreiz entstehen zu lassen oder aus Luft Sauerstoff für Muskeln und Gehirn zu machen. Auf geistiger Ebene hilft es uns zu verstehen und Dinge zu erfassen.

Ausgleichend auf pitta wirken süße und bittere Gemüse- und Obstsorten, und Hülsenfrüchte – während scharfe Gewürze und saure Obstsorten pitta erhöhen können.

 

Kapha ist die Energie der Stabilisierung, der Struktur und der Befeuchtung. Ohne kapha trocknen wir aus und es gibt keine Struktur für Organe, Knochen – den Körper.

Auf geistiger Ebene stärkt es unsere Fähigkeit von Liebe und Zuwendung.

Ausgleichend auf kapha wirken scharfe und bittere Gemüsesorten und Gewürze – während Milchprodukte und Nüsse kapha erhöhen können.

 

Essen mit den (Jahres-)zeiten

 

Im Ayurveda werden Jahreszeiten und den jeweils herrschenden Wetterbedingungen Einflüsse auf dem Körper zugeschrieben:

 

In der vata-Zeit (ab ca. Ende Oktober bis ca. Januar/Februar) ist das Wetter windig, kalt und oft eisig-trocken. In dieser Zeit benötigt der Körper viel Substanz: wir essen gehaltvoller und mehr. Eine Folge kann sein, dass sich Fettgewebe ansammelt.

In der kapha-Zeit (ab ca. Februar bis Mai) ist es oft feucht und kühl. Doch überall in der Natur „schmilzt“ der Winter – und auch im Körper kann das angesammelte kapha „schmelzen“. Ausleitungsdiäten finden jetzt statt – denn die Zeit ab Juni gilt im Ayurveda als pitta-Zeit: eine Zeit, in der auf Grund der äußeren Hitze das Verdauungsfeuer im Körper schwächer ist und Gewicht schlechter reduziert werden kann. Diese Einteilung ist durch Klimaveränderungen und Wetterkapriolen in den Übergangszeiten mittlerweile etwas flexibler geworden.

 

Auch der Tag verfügt über Rhythmen:

 

Je höher die Sonne steht, desto besser funktioniert unser Stoffwechsel und damit auch Agni, das Verdauungsfeuer – man sollte zu dieser Zeit die Hauptmahlzeit zu sich nehmen, da sich in der pitta-Zeit

auch schwere Nahrung gut verdauen lässt. Von 6 Uhr bis 10 Uhr und von 18 bis 22 Uhr dominiert kapha: in dieser Zeit sollte man weniger essen und nur leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen.

 

Gesund essen

 

Viele Menschen essen zu schwer und fettreich, und erhöhen so kapha im Körper. Auch die Menge spielt eine Rolle: die Werbung suggeriert uns, dass man „kleinen Hunger zwischendurch“ haben muss – und diesen mit Fertigsuppen oder Süßigkeiten bekämpfen soll. Mit industriell hergestellten Nahrungsmitteln nehmen wir künstliche Stoffe auf, deren Wirkung auf den Körper nicht endgültig geklärt ist.

 

Gesunde Ernährung bedeutet, Nahrungsmittel zu essen, die der individuellen Konstitution gut tun – und dabei die folgenden Ratschläge zu berücksichtigen:

 

  • essen sie erst, wenn die Verdauung der letzten Mahlzeit abgeschlossen ist, – was in der Regel 3 bis 6 Stunden nach einer Mahlzeit der Fall ist
  • essen Sie erst, wenn Sie wirklichen Appetit oder echten Hunger haben – und nicht, weil es gerade ansteht
  • beginnen Sie das Mittagessen mit etwas Süßem (süßes Obst oder eine süßliche Suppe) – essen Sie eine salzige, scharfe und leicht saure Hauptmahlzeit (entsprechend würzen!) – schließen mit bitteren und herben Geschmacksrichtungen (das regt die Verdauung an)
  • essen Sie frische Nahrungsmittel, wenn möglich aus der Region
  • gekochte Speisen sind leichter zu verdauen als rohe – dünsten Sie, was gekocht werden kann!
  • nehmen Sie sich Zeit zum Essen – und genießen Sie es!

 

Bericht: Dr. Eva Reichmann

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Shefali Sonalkar

Ayurveda Ärztin seit fast 20 Jahren

tätig in Wien und Hamburg

Universitätsstudium in Mumbai/Indien

Kontakt

Homepage: www.tz-ottobauergasse.at

E-Mail: info@ayurveda-by-shefali.de

Telefon: +43 676 9454542


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3400 Klosterneuburg (bei Wien)
Tel. 01-523 76 56

www.ayurveda-akademie.org

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